Naturework

Mein Sohn Marius und ich haben ein neue Webseite ins Netz gestellt. Sie hat das Ziel dem Besucher Möglichkeiten zu zeigen, selbst zum Naturschutz beizutragen. Neben zwei Projekten hat sie auch einen Shop, der eigentlich nur eine Seite mit Empfehlungen darstellt. Hoffentlich findet der ein oder andere Anregungen und kann unsere Tipps umsetzen. Genauso würden wir uns über Anregungen und Hilfe freuen.

Viel Spaß auf Naturework.

Marius und Christian Falk

Das Jahr des Rotmilans

 Ein Film von Sarah Herbort und Robin Jähne

„Wir mussten zunächst eine ganz neue Technik erfinden, um die Kamera am Horst platzieren zu können“ berichtet der Detmolder Naturfilmer Robin Jähne. Denn nur so waren dann einzigartige Aufnahmen von der Kinderstube der Rotmilane möglich. „Als wir dann zum ersten Mal die Bilder aus fast 30 Metern Höhe auf dem Kontrollmonitor sahen, fiel uns ein Stein vom Herzen“, so Tierfilmerin Sarah Herbort. Mehr als zwei Jahre arbeitete das Team an der Dokumentation über Rotmilane. Eine schöne Belohnung für die Arbeit erhielten die Filmer beim internationalen Greenscreen-Naturfilm-Festival in Eckerförde. Sie erhielten 2013 dort den Preis für die beste unabhängige Produktion. Und im Februar wurde der Film gleich ein weiteres Mal ausgezeichnet: Beim internationalen Wettbewerb „Jagd und Hund“ gab es den ersten Preis in der Kategorie „Naturfilm“ der Profis.

Das Ergebnis von unzähligen Stunden Ansitzens und Wartens ist ein  ungewöhnlicher 45-Minuten Film über „Lippes elegante Greife“, wie der Untertitel lautet. „Das Jahr des Rotmilans“ drehten die Herbort und Jähne im Auftrag des Kreises Lippe. Begleitet wurde das Projekt von Jörg Westphal und Bernd Mühlenmeier von der Unteren Landschaftsbehörde. „Durch die Kartierungen der vergangenen Jahre konnte belegt werden, dass wir in Lippe eines der Dichtezentren der Rotmilanverbreitung in Deutschland haben“, so Westphal.

Für die Filmer sei es eine Herausforderung gewesen, möglichst nahe Aufnahmen vom Leben der Greife in freier Wildbahn zu erhalten, ohne die Tiere zu beeinträchtigen, so Herbort. „Wir haben in zwei Jahren an sechs Horsten unsere Kamerakästen angebracht“, berichtet die Detmolderin weiter. Dreimal war ein Treffer dabei, zweimal hatten sie Rotmilane und auch ein Schwarzmilanpaar bei der Brut vor der Kamera.

Viele Stunden verbrachten die Filmer nicht nur an den Brutplätzen, sondern auch dort, wo sich die Greife ihr Futter holten. Und sie legten fast 60 000 Kilometer zu den Drehorten zurück. Die lagen nicht nur überall im Lipperland verteilt, sondern auch in den Pyrenäen, Nordspanien und der Schweiz.

„Uns war es wichtig, die Gabelweihen auch in ihren Winterquartieren zu zeigen. Schließlich verbringen sie mehrere Monate des Jahres in diesen Gebieten“, so Jähne. Dort, in der Nähe von Luderplätzen für die bedrohten Geier oder Deponien entdeckten die Detmolder Filmer auch die Milane. „Besonders eindrucksvoll war es, wenn abends 150 und mehr dieser Vögel zu ihren Schlafbäumen einflogen“, erzählt Sarah Herbort. In der Schweiz bot sich den Kameras ein ganz besonderes Bild: Hier gibt es bei Luzern jeden Morgen Frühstück für die Milane. Ein Landwirt hat vor 30 Jahren sein Herz für die Greife entdeckt. „Wenn das Futter ausgelegt wird, bildet sich ein regelrechter Tornado aus mehr als hundert Milanen, die immer wieder hinab stoßen, um Fleischbrocken aufzunehmen. Unten saßen dazu noch 40 Bussarde und fraßen. Wir hatten Kamera ganz nah am Geschehen, teilweise setzten sich die Bussarde sogar auf das Kameraobjektiv“, berichtet Jähne.

Diese Szenen, so betonen die beiden Filmer, seien ohne das Engagement von zahlreichen Sponsoren nicht möglich gewesen. Durch eine besondere Zeitlupenkamera konnten Herbort und Jähne großartige Szenen einfangen, die so noch nie gefilmt wurden – beispielsweise wenn jungen Bussarde und Milane miteinander spielen. Neben den eindrucksvollen Zeitlupenszenen setzte das Filmteam Zeitraffer, Luftaufnahmen und andere Techniken ein, um einzigartige Perspektiven zu ermöglichen. So werden dem Zuschauer nebenbei auch die Schönheiten des Lipperlandes vorgestellt.

Vor allem aber eröffnen sich dem Betrachter faszinierende Einblicke in das Leben der Rotmilane, die nicht nur zu den größten sondern auch zu den schönsten Greifen unserer Heimat gehören. (Text und Fotos: Robin Jähne)

Als Rotmilan Fan freue ich mich besonders über diesen Film, denn bisher gab es kaum längere Dokumentationen über diesen wunderschönen Greifvogel. Ich hoffe der Film findet viele Freunde und ich glaube man kann auf die nächsten Projekte von Sarah Herbort und Robin Jähne gespannt sein.

Trailer Das Jahr des Rotmilans

Link zum Bestellformular (Einfach kurzen Bestelltext und Adresse in die Spalte “Ihre Nachricht” eingeben)

Webseite Sarah Herbort

Webseite Robin Jähne